Erster Eindruck zur Fnatic Flick G1
Die Flick G1 wird in einer aufklappbaren Schachtel ausgeliefert, die bereits erste Einblicke auf die Maus gewährt. Im Lieferumfang enthalten sind die Maus, sowie ein knappe Bedienungsanleitung auf Englisch. Eine Treiber-CD legt Fnatic nicht bei, allerdings enthält die Bedienungsanleitung einen Link zum Download des Treibers.
Das Design ist schlicht gehalten. Die Flick G1 ist symmetrisch geformt und eignet sich somit auch für Linkshänder. Lediglich die auf der linken Seite befindlichen Seitentasten sind für Linkshänder ungünstig platziert und schwer zu erreichen. Insgesamt besitzt die Maus 6 Tasten. Neben den bereits genannten Seitentasten gibt es die beiden Haupttasten für links und rechts Klicks, ein klickbares Mausrad, sowie eine darunter befindliche Taste zum Wechseln der Mausgeschwindigkeit.
Das gesamt Gehäuse der Fnatic Maus ist mit einer Soft-Touch Oberfläche versehen, wodurch die Flick G1 rutschsicher und angenehm in der Hand liegt. Auf der Unterseite befinden sich 4 Gleitpads. Das Mausrad ist beleuchtet und kann über die Software mit verschiedenen Farben sowie Effekten belegt werden. Oberhalb der Seitentasten befindet sich eine 3-Punkt LED-Anzeige, die das aktuell ausgewählte Mausprofil anzeigt. Das Mauskabel ist 2 Meter lang und textilummantelt.
Fnatic Flick G1 Software
Verbunden wird die Maus über USB 2.0 und kann als so genannte Plug & Play Peripherie ganz ohne Treiber genutzt werden. Möchte man jedoch sämtliche Features der Maus auskosten, muss ein spezieller Treiber installiert werden. Dieser kann direkt über die offizielle Fnatic Homepage heruntergeladen werden.
Die Benutzeroberfläche der Fnatic Software ist komplett auf Englisch. Die Sprache lässt sich nicht umstellen. In einem übersichtlichen Aufbau unterteilt sich die Software in verschiedene Unterkategorien. Hier eine Übersicht:
Basic Settings (Allgemeine Einstellungen)
Es können insgesamt 3 Mausprofile individuell angelegt werden. Unter anderem lassen sich hier die vertikale und horizontale CPI bzw. DPI im Rahmen von 50 bis 5000 getrennt voneinander einstellen. Zudem gibt es eine 11-Stufige „Pointer Sensitivity“, eine 10-Stufige „Scroll-Speed“ Einstellung, als auch lassen sich die „Double Click“ Klick Geschwindigkeit und die Polling Rate (125Hz, 250Hz, 500Hz und 1000Hz) individuell wählen.
Backup & Restore (Sichern & Wiederherstellen)
Sämtliche Mauseinstellungen bzw. Profile können als Datei gespeichert und wiederhergestellt werden.
Button Assignments (Tastenzuordnung)
Die Bedientasten der Maus können individuell belegt werden. Neben einer herkömmlichen Tastenbelegung gibt es auch die Möglichkeit die Tasten mit Multimediafunktionen, Makros oder sonstigen Shortcuts zu belegen.
Color Settings (Farbeinstellungen)
Hierüber lässt sich die Beleuchtung des Mausrads einschalten, ausschalten und wechseln. Die Farbe und Sättigung lassen sich frei wählen, es gibt 6 Effektprofile, die Helligkeit kann angepasst werden und das Leuchtintervall kann zwischen 1er und 10 Sekunden festgelegt werden.
Macro Recorder (Makro-Aufnahme)
Beliebig viele Makros können über diesen Unterpunkt aufgenommen und gespeichert werden. Neben Mausklicks werden auch Tastatureingaben erkannt. Leider lassen sich gespeicherte Makros nicht nachträglich editieren, als auch gibt es keine erweiternden Einstellungen um beispielsweise eine Verzögerung mitzugeben.
Praxistest der Fnatic Flick G1
Ich habe die Maus vor allem im Spiel PUBattlegrounds und CS:GO ausführlich getestet. Meine bevorzugten Einstellungen fand ich schnell bei 800 DPI, einer Pointer Sensitivity von 6 und einer Abtastrate von 1000 Hz. Beim Wechsel zwischen den 3 Profilen gibt es keine Verzögerung, sodass man auch im Gefecht ohne Unterbrechung ins favorisierte Profil wechseln kann.
Die Maus verwendet einen Holtek HT68FB560 Prozessor in Kombination mit einem Pixart PMW-3310 Sensor, der baugleich zum Avago ADNS-3310 ist. Dieser Sensor zählt zu den besten und „fehlerfreien“ optischen Maussensoren auf dem Markt und erlaubt eine DPI Anpassung in 50er Schritten. Ein Jittering hat sich überhaupt nicht bemerkbar gemacht. So genanntes „Angle Snapping“, also eine automatische Linienbegradigung gibt es zur Freude der Gamer ebenfalls nicht. Zum Nachteil der CAD Anwender kann die Linienbegradigung nicht über die Software aktiviert werden.
Im Spiel verhält sich die Fnatic Maus sehr präzise und Bewegungen werden erstklassig übernommen. Die Omron Schalter weisen einen guten Druckpunkt auf und sitzen fest im Mausgehäuse. Ebenfalls überzeugen konnte das Handling der Maus, auch wenn ich als Linkshänder die Seitentasten nicht korrekt bedienen konnte. Durch die unterseitigen Gleitpads weist die Maus eine gute Gleitfähigkeit auf. Das Eigengewicht liegt mit 90g im Durchschnitt. Die Möglichkeit Zusatzgewichte anzubringen gibt es leider nicht. Besonders gefallen hat mir beim Handling die Soft-Touch Oberfläche, wodurch die Flick G1 - egal ob im "Palm Grip" oder "Claw Grip" - bestens in der Hand lag.
Fnatic Produktseite: fnatic.com
Grafzahl
Krass, mit nem Avago 3310 zu dem Preis ist das echt spitze. Ich hab selbst ne Zowie mit dem Sensor und das ist meine bisher beste Maus gewesen. Bringst du zukünftig mehr solcher Testberichte? Würde mich super interessieren!!!
Timo
Hi, ja die Gaming Kategorie wird weiter ausgebaut. 🙂
Kido
Tolles Review, aber was ist ein “fehlerfreier” Sensor? Und wie schlägt sich die Maus im Vergleich zu Mäusen von Razer, Logitech usw.?
Timo
Das ist ein Sensor ohne Jittering, ohne Algo-Korrektur, Mausbeschleunigung usw. Also ein Sensor, der deine tatsächlichen Mausbewegungen bestmöglich erfasst.
Kido
Okay, danke. Und ist die Maus besser als eine Razer oder ähnliche?
Timo
Besser oder schlechter lässt sich nicht so pauschal sagen. Razer bedient unterschiedliche Preisklassen. Wenn ich mir allerdings das Preis-Leistungsverhältnis der Flick G1 ansehe, spielt die Maus eindeutig bei den “Großen” mit.